E-Mail

Die 8 wichtigsten E-Mail-Marketing-Trends für 2022

Sind Sie neugierig, was 2022 in Sachen E-Mail zu bieten hat? Wir haben die E-Mail-Marketing-Trends für 2022 in diesem Artikel für Sie zusammengefasst, damit Sie Ihre E-Mail-Strategie verbessern können.

Hermes reitet ein Feuerwerk neben einer Göttin vor einem Nachthimmel mit weiteren Feuerwerken

Für Außenstehende wirkt es manchmal so, als hätten E-Mails sich seit ihrer Erfindung kaum verändert. Vielleicht ist das der Grund dafür, warum einige in zuverlässiger Regelmäßigkeit den Tod der E-Mail voraussagen, sobald eine neue, schicke Kommunikationsplattform auftaucht. Wie oft haben Sie die Worte „das Ende der E-Mail“ schon gehört oder gelesen?

Und doch stehen wir nun, 51 Jahre später, hier und freuen uns darauf, Ihnen neue E-Mail-Marketing-Trends zu präsentieren, mit denen Sie 2022 Ihr E-Mail-Programm von der Konkurrenz abheben und stärkere Kundenbeziehungen aufbauen.

Wenn Sie also genau wie wir denken, dass „das Ende der E-Mail“ nur ein weiterer Mythos ist, machen Sie sich bereit: Wir haben alle wichtigen E-Mail-Marketing-Trends für Sie zusammengefasst, damit Sie bestens vorbereitet ins neue Jahr starten – von alten Bekannten, die es jedes Jahr wieder auf diese Liste schaffen (willkommen zurück, Personalisierung!) bis hin zu neuen Entwicklungen, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 bereits in aller Munde waren (Öffnungsraten!).

Lassen Sie uns nun ohne weitere Umschweife die E-Mail-Marketing-Trends 2022 begrüßen.

 

E-Mails mit besserer Barrierefreiheit

Das Thema Barrierefreiheit ist in der Welt der Technik schon seit einigen Jahren ein großer Trend. Neue Entwicklungen machen es Menschen mit Behinderung leichter, mit digitalen Tools zu kommunizieren und auf Informationen zuzugreifen. Etwa eine Milliarde Menschen weltweit hat ein eingeschränktes Sehvermögen. Unternehmen, die Best Practices für die Barrierefreiheit in ihrer digitalen Kommunikation implementieren, können ihre Kommunikation so gestalten, dass sie alle Kunden erreichen.

Im Bereich E-Mail wird in den letzten Jahren stärker auf Barrierefreiheit geachtet, doch sie ist noch nicht die Norm. Nur 57 % der Unternehmen konzentrieren sich kontinuierlich darauf, barrierefreie E-Mails zu gestalten, wie kürzlich eine Studie von Mailjet, Mailgun, Email on Acid und Ascend2 ergab.

Doch da immer mehr Ressourcen und Tools verfügbar sind, um barrierefreie E-Mails zu entwerfen, zu gestalten und die Barrierefreiheit zu testen, lautet unsere Prognose: 2022 wird das Jahr, in dem Unternehmen endlich den überfälligen nächsten Schritt gehen und in vollständig barrierefreie E-Mails investieren.

„Es ist ermutigend, zu beobachten, dass immer mehr in der E-Mail-Branche sagen: „Dieses Thema ist einfach wichtig, und zwar nicht nur, weil es geschäftliche Vorteile bringt.“ Letztendlich lohnt sich der Aufwand, etwas zu schaffen, auf das mehr Menschen zugreifen können."

Paul Airy Berater für Barrierefreiheit und Usability

Erfolg auf neue Weise messen

Im Juni verfiel die E-Mail-Welt in Panik, als Apple seine neuen Datenschutzfunktionen für die Apple Mail-App ankündigte. Wieder einmal war vom Untergang des Mediums E-Mail die Rede und E-Mail-Profis auf der ganzen Welt diskutierten ausgiebig darüber, welchen Wert Öffnungsraten als Erfolgskennzahl für E-Mails haben.

Doch auch wenn die Datenschutzfunktion von Apple sich als weniger disruptiv erwiesen hat, als wir erwartet hatten, haben die jüngsten Entwicklungen im E-Mail-Bereich dennoch dazu geführt, dass Öffnungsraten etwas unzuverlässig sind, um den Erfolg unserer Kampagnen zu messen.

2022 wird der Fokus auf wirkungsvolleren Metriken liegen, mit denen Marketer wirklich erkennen können, was in ihrer E-Mail-Strategie funktioniert und was nicht. Doch zunächst müssen Marketer die Ziele ihrer E-Mail-Kampagnen klar festlegen: Besteht das Ziel lediglich darin, dass eine E-Mail geöffnet wird, oder sollen die Kunden auf einen Link klicken und eine Handlung ausführen? Für Ersteres können Öffnungsraten ausreichend sein, doch für Letzteres müssen die Marketer sich stärker auf das konzentrieren, was als Nächstes passiert.

„Falls Sie noch keines haben, richten Sie ein Zuordnungssystem mit UTMs für das Tracking ein. Arbeiten Sie mit Ihrem Team zusammen, um Web-Traffic aus E-Mails, Anmeldungen, Downloads, Käufen usw. nachzuverfolgen. So finden Sie heraus, welche Auswirkungen E-Mails auf Ihr Unternehmen haben.“

 

Julia Ritter Email Marketing Manager, Mailjet by Sinch

Stärkere Nutzung des Dunkelmodus im E-Mail-Design

Es ist wenig überraschend, dass der Dunkeömodus in den letzten Jahren immer häufiger genutzt wird. Die Menschen verbringen mehr Zeit zu Hause und an ihren Computern und die Vorteile des Dunkelmodus machen ihn zu einer stark nachgefragten Funktion, die mittlerweile in den meisten Apps und Betriebssystemen verfügbar ist.

In Bezug auf E-Mails fand unsere letzte Umfrage heraus, dass 44 % der Marketer den Dunkelmodus bereits während der Produktion berücksichtigen. Da viele Nutzer zumindest für einen Teil des Tages auf ihren Geräten den Dunkelmodus aktivieren, ist dies auch sehr sinnvoll. Doch selbst für Nutzer, die dies nicht aktiv auswählen, bieten Smartphones mittlerweile Funktionen für das Wohlbefinden, die Farben in E-Mails automatisch invertieren – ein potenzieller Alptraum für E-Mail-Designer.

Nike designt seine E-Mails im Hell- und im Dunkelmodus

2022 wird der Dunkelmodus bereits mehr Unverzichtbarkeit als Trend sein. E-Mail-Designer und -Entwickler werden verzweifelt nach Lösungen für häufige Herausforderungen mit dem Dunkelmodus suchen, zum Beispiel die Darstellung von Logos und das Aufrechterhalten eines einheitlichen Marken-Images.

„Falls die E-Mail im Dunkelmodus ein bisschen anders aussieht, ist das nicht das Ende der Welt. Es ist nicht nötig, allzu hart daran zu arbeiten, außer es handelt sich um ein wichtiges Element der E-Mail.“

François Sahli Sr. Graphic Designer, Mailjet by Sinch

Interaktivere E-Mails

Interaktivität ist der heilige Gral des E-Mail-Marketings. In gewisser Weise konnten wir das Aufkommen interaktiverer E-Mails schon seit längerer Zeit erahnen, doch gleichzeitig sind wir noch nicht ganz an diesem Punkt angekommen.

Um fair zu sein: AMP for Email und interaktive Elemente in E-Mail-Kampagnen werden schon seit ein paar Jahren allmählich häufiger genutzt. Doch der Fortschritt ist langsam, insbesondere aufgrund der Komplexität beim Entwickeln interaktiver Elemente und der mangelnden Konsistenz zwischen verschiedenen E-Mail-Clients.

Werfen Sie einen Blick auf die Live-E-Mail bei Really Good Emails

Die Unternehmen, die es bereits ausprobiert haben, konnten jedoch schon von den Vorteilen profitieren. Einer unserer Kunden hat frühzeitig AMP eingeführt und konnte dank der interaktiven Elemente eine 35%ige Verkaufssteigerung beobachten. Bei diesem Potenzial ist stark zu erwarten, dass Interaktivität in E-Mails 2022 weiter zunehmen wird.

„AMP for Email bietet einen interessanten interaktiven Ansatz, der für mehr Interaktion sorgt – über 35 % Zuwachs etwa im Falle eines unserer Early Adopter. Alle Inhalte bleiben in der E-Mail verankert, und so läuft die Interaktion generell anders ab.“

Kate Nowrouzi VP of Deliverability & Product Strategy, Mailgun by Sinch

Stärkere BIMI-Nutzung durch Unternehmen

Im Posteingang werden mittlerweile geradezu Gefechte ausgetragen: Unternehmen kämpfen darum, zwischen wertlosen E-Mails, Spam und Phishing-Versuchen als Sieger hervorzugehen. Dieser Kampf ist nichts Schönes.

BIMI hilft, E-Mail-Spoofing zu verhindern, und erhöht das E-Mail-Engagement, indem neben der E-Mail-Adresse eines Unternehmens im Posteingang ein Logo angezeigt wird. So wissen die Nutzer, dass die E-Mail von einer legitimen Quelle kommt.

Marken wie CNN nutzen BIMI, um dafür zu sorgen, dass Menschen ihre E-Mails wiedererkennen

BIMI gibt es zwar schon seit Jahren, doch erst 2021 erhielt es das endgültige Gütesiegel für Entwicklungen im E-Mail-Bereich: die Unterstützung durch Gmail. Nach einem einjährigen Pilotprogramm kündigte Google Anfang des Jahres an, BIMI-Logos offiziell zu unterstützen, was das Protokoll für Marken sehr viel interessanter macht.

„Ransomware und Phishing-Angriffe nehmen weiter zu. Daher vermute ich, dass im nächsten Jahr mehr Unternehmen BIMI als Lösung nutzen werden, um ihre Kunden wissen zu lassen, dass eine E-Mail wirklich von ihnen stammt.“

Kate Nowrouzi VP of Deliverability & Product Strategy, Mailgun by Sinch

Ein stärkeres Datenschutzbewusstsein

Dass Apple dieses Jahr den Schritt ging, seinen Nutzern mehr Datenschutzfunktionen zu bieten, zeigt, wie ernst große Technologieunternehmen den Datenschutz nehmen. Sie tun dies nicht ohne Grund: Die Verbraucher verlangen mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten und möchten wissen, wie Unternehmen diese Informationen nutzen.

Wir erwarten, dass 2022 auch andere große Clients dem Vorbild von Apple folgen und den Datenschutz der Kunden beim Entwickeln neuer Produktfunktionen in den Mittelpunkt stellen. Dieses Datenschutzbewusstsein wird sich auch auf Unternehmen auswirken, die nun neu überdenken müssen, welche Arten von Daten sie von ihren Nutzern erfassen und wie sie sie verwenden.

„Das Thema Datenschutz hat eine enorme Tragweite. Die Zeiten, in denen man per Cookie einfach lostracken konnte, sind bald vorbei – und dies wird auch Einfluss auf die Möglichkeiten von Marketern nehmen. Apple ist bei diesem Trend federführend, und Google musste nachziehen. Wir erwarten, dass Channel-Marketing in diesem Zuge relevanter werden wird.“

Josh Odom Chief Technology Officer, Mailgun by Sinch

Erweiterte E-Mail-Personalisierung

Ja, die Personalisierung ist schon seit Jahren ein zentraler Trend im E-Mail-Bereich, und doch scheint es so, als ob nur wenige wirklich zu ihrem Kern vorgedrungen sind. Viele Unternehmen haben zwar begonnen, Teile ihrer E-Mails zu personalisieren, aber tun sich schwer damit, das maßgeschneiderte Erlebnis zu bieten, das ihre Kunden nun von ihnen verlangen.

Die Zahl der gesendeten E-Mails ist während der COVID-19-Pandemie stark angestiegen und 6,8 % der Menschen in Deutschland erhalten mehr als 50 E-Mails pro Tag. Generische Massen-E-Mails reichen schlicht nicht mehr aus, um Nutzer zu konvertieren. Doch es geht nicht nur um Konversionen: E-Mails mit erweiterten Personalisierungen erzeugen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit ein starkes Engagement, was auch insgesamt zu einer viel besseren Zustellbarkeit führen kann.

Die Personalisierung erhöht das E-Mail-Engagement [Quelle: Zembula]

2022 werden Marketer weiter daran arbeiten, ihre E-Mails zunehmend zu individualisieren und Kontakteigenschaften, KI-gestützte Verhaltensdaten sowie dynamische Inhalte zu nutzen, um ein hoch personalisiertes E-Mail-Erlebnis zu bieten.

„Personalisierung von E-Mails? Eine absolute Win-Win-Entscheidung. Für die Kunden entsteht so ein besseres Rundumerlebnis – und Unternehmen generieren bessere Interaktionsraten und mehr Umsatz. Ein Test lohnt sich, versprochen!“

Gavin Sherry Head of Deliverability, Bloomreach

Machen Sie Ihre E-Mail-Marketing-Strategie bereit für 2022

Es klingt einfach, oder nicht? Lesen Sie einfach ein paar unserer Blogartikel, legen Sie fest, worauf Sie sich 2022 konzentrieren möchten, und legen Sie mit Ihrer Kampagnenplanung los. Doch die meisten E-Mail-Marketer haben noch immer Schwierigkeiten damit, in ihrer E-Mail-Marketingstrategie den Schlüssel zum Erfolg zu finden. Eine Branchenumfrage von Ascend2 und Mailjet ergab sogar, dass 72 % der Marketer ihre E-Mail-Strategie nur als etwaserfolgreich bezeichnen würden.

Daher haben wir für Sie einen Bericht mit frischen Daten zusammengestellt, damit Sie Ihr E-Mail-Marketingprogramm mit den besten Marketern vergleichen und mit Expertentipps Ihre E-Mail-Strategie für 2022 optimieren können.

In unserem E-Mail-Marketing Benchmark Bericht 2022 finden Sie Umfrageergebnisse von herausragenden E-Mail-Marketern, Einblicke in die Trends und Herausforderungen, die 2022 die E-Mail-Welt bestimmen werden, sowie handlungsrelevante Ratschläge von E-Mail-Experten, mit denen Sie Ihr E-Mail-Marketingprogramm verbessern können.

Verpassen Sie es nicht – melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an, damit unser exklusiver Bericht direkt in Ihrem Posteingang landet, wenn er am 17. Januar veröffentlicht wird!

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